Windows XP – Das Geschäft mit dem Toten

Obwohl der Support für Windows XP eingestellt wurde, wird das Programm jedoch weiterhin noch immer fleißig genutzt. Hierbei kann man durchaus von einem sogenannten verschleppten Abschied sprechen, denn Schwarzmarkt und auch einige Unternehmen profitieren immer noch vom Verkauf des Programmes.
 
14 Jahre Erfolg ad acta gelegt
 
Eigentlich hatte der Hersteller Microsoft gehofft, dass mit dem Ende des Supports auch die Ära Windows XP am 08.04.2014 zu Ende sein würde. Auch viele aus der ITK-Branche waren dieser Meinung und wurden nun eines Besseren belehrt. Ein erfolgreiches Programm wie Windows XP, das über 14 Jahre mit Erfolg verkauft wurde, kann man nicht einfach so mir nichts dir nichts ad acta legen. Denn der geplante Tod des Programmes konnte nicht durchgeführt werden und die Realität sieht nun völlig anders aus.
 
Weltweit immer noch ein Viertel aller Geräte auf Windows XP eingestellt
 
Weltweit werden immer noch ein viertel aller Geräte, wie Notebooks oder Desktops PCs mit Windows XP betrieben, das aktuelle Windows 8/8.1 hingegen kommt hier nur auf die Hälfte. Wenn das veraltete Betriebssystem weiter auf privaten Geräten zum Einsatz kommt, ist dies nicht weiter schlimm und es wird für die Besitzer auch nicht weiter gefährlich. Bei dem professionellen Einsatz jedoch wird die Sicherheit des Systems nicht mehr gegeben und es können große Lücken entstehen, die von außen sehr angreifbar werden und so dem Betreiber enorme Schäden entstehen können. Gerade kleine Unternehmen und auch Behörden sind hiervon betroffen, die den rechtzeitigen Wechsel leider oft versäumt haben.
 
Umstellung auf ein anderes Betriebssystem kann teuer werden
 
Manche haben den Wechsel auf ein neues Betriebssystem einfach verschlafen, doch viele können sich die Umstellung auch gar nicht leisten. Denn neben dem neuen Betriebssystem, das Windows XP ablöst, müssen häufig auch neue Rechner angeschafft und die bestehenden Programme umgeschrieben werden. Ansonsten können sie auf den neuen Windows Versionen nicht funktionieren. Das ist natürlich für viele kleine Unternehmen eine teure Angelegenheit, die sie nicht einfach so stemmen können.
 
Staatlich beschlossen, weiter Windows XP zu nutzen.
 
Das größte Beispiel, dass die Umstellung auf andere Windows Versionen nicht so einfach funktioniert, ist China. Denn hier hat die Regierung die Entscheidung getroffen, dass Windows XP trotz aller Bedenken in den chinesischen Behörden weiter genutzt werden soll. So hat ein ganzes Land beschlossen, sich nicht an dem von Microsoft gewünschten Tod von Windows XP zu beteiligen. Der weltweit größte Computerhersteller Lenovo hat darauf bereits reagiert und stellt den öffentlichen Einrichtungen in China daher einen ganz eigenen Support zur Verfügung.